Sonntag, 29. Juni 2008
Lost Nation spielt She'll Take
You, wir machen Besichtigungen, erhalten Informationen, gehen rasch von Ort
zu Ort, geführt von lokalen Begleitern, die auf uns aufpassen und uns in ihrem
Übereifer auch Mäntel, Jacken und Mappen tragen wollen, wir passen nicht genau
auf, stehen plötzlich ohne Jacke da, und damit ohne Geld, Flugbillett, Ausweise
und Kreditkarten, PSR1257+12b, Dorothea war stolz auf den ernsthaften jungen Mann Niklaus mit dem
klaren Kopf und der menschlichen Ausstrahlung, angesehen bei seinen Landsleuten
und von ihnen bereits mit ehrenvollen Ämtern betraut,
Donnerstag, 19. Juni 2008
Yvette Bova, Miranda, what the heck
are you doing, Refers my clumsy eye, die tiefste Schuld des
Dichters besteht darin, dass seine Liebe nicht auf die Menschen, sondern auf
die Dichtung gerichtet ist, und das bedeutet scheinbar dasselbe wie auf seine
Person, aber darin täuschen sich die Kritiker, Erkennst du mich, Musiker sind
reiseverrückt, die Musiker aus Basel sind in Vilnius, die Musiker aus Vilnius
in Basel,
Donnerstag, 5. Juni 2008
sie sind in Appenzell, in Budapest, Wien, Chur, am Ende dann doch
wieder in Baden, in Flims oder im Zentrum Paul Klee, dann aber schnell wieder
weg, ab nach Dresden, ab nach Palermo, Pandor, wird er sein Leben lang so gierig hinter den Frauen
her sein und viel zuviel in den Frauen sehen und den Frauen damit lästig
fallen, Ich bin auch nur eine Frau, in den Ranft kam ein junger Mann aus Burgdorf und
fragte nach, wie man das Leiden Christi betrachten könne, Bruder Klaus gab
Auskunft und fügte hinzu, Gott wisse es so zu machen, dass dem Menschen eine
Betrachtung so schmecke, als ob er zum Tanz ginge,
Montag, 2. Juni 2008
Samstag, 31. Mai 2008
Helga
Sven, einigermassen beeindruckend der Pavillon
Grossbritanniens, dort zeigt Mark Wallinger die Ankunft von
Flugpassagieren, eine automatische Türe öffnet sich von Zeit zu Zeit, und
Menschen schreiten langsam, sehr gross, in Zeitlupe, auf uns zu, tragen
Taschen, ziehen Koffer, und Kinderstimmen singen kirchliche Gesänge, es ist
mehr als nur eine gewöhnliche Ankunft, es ist eine definitive, gute, letzte
Ankunft, es ist die Erlösung, von der wir alle träumen, whoa,
Donnerstag, 29. Mai 2008
wir verlieren sogar den Anschluss an unsere Gruppe,
die in einem Labyrinth von Gängen und Treppen verschwunden ist, jetzt müssen
wir uns auf eigene Faust durchschlagen, wir gehen durch die breiten Strassen
und versuchen, unser Hotel zu finden, weit weg kann es nicht sein, aber
dummerweise haben wir seinen Namen vergessen, je
vais t’envoyer mon jus, beim
echten Dichter macht diese Versündigung auch vor der eigenen Person nicht halt,
wer dichterisch lebt, lebt nicht menschlich, er vergeht sich gegen die Ordnung
der Natur und gegen die eigene Menschlichkeit, the best Logician,
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