Samstag, 31. Mai 2008


Helga Sven, einigermassen beeindruckend der Pavillon Grossbritanniens, dort zeigt Mark Wallinger die Ankunft von Flugpassagieren, eine automatische Türe öffnet sich von Zeit zu Zeit, und Menschen schreiten langsam, sehr gross, in Zeitlupe, auf uns zu, tragen Taschen, ziehen Koffer, und Kinderstimmen singen kirchliche Gesänge, es ist mehr als nur eine gewöhnliche Ankunft, es ist eine definitive, gute, letzte Ankunft, es ist die Erlösung, von der wir alle träumen, whoa,

Donnerstag, 29. Mai 2008


wir verlieren sogar den Anschluss an unsere Gruppe, die in einem Labyrinth von Gängen und Treppen verschwunden ist, jetzt müssen wir uns auf eigene Faust durchschlagen, wir gehen durch die breiten Strassen und versuchen, unser Hotel zu finden, weit weg kann es nicht sein, aber dummerweise haben wir seinen Namen vergessen, je vais t’envoyer mon jus, beim echten Dichter macht diese Versündigung auch vor der eigenen Person nicht halt, wer dichterisch lebt, lebt nicht menschlich, er vergeht sich gegen die Ordnung der Natur und gegen die eigene Menschlichkeit, the best Logician,

das erstaunte den jungen Mann, denn Tanzen galt damals als anrüchig, Bruder Klaus sah die Verlegenheit und wiederholte den Ausdruck, ja, als solt es an ain dantz gon, die Schuld ist mit dem Kunstwerk verbunden, dass dieses vorhanden ist, beweist, dass auch sie existiert, sie verlangt die Unterdrückung persönlicher Wünsche, die Abkehr vom normalen Ausleben der Gefühle, mirischesmängisch, was für eine seltsame Figur, so ohne Zukunft, so leidend, so verloren, wie viele, wie tausende, nicht nur in Stockholm, auf der ganzen Welt, little boy lost, und doch irgendwie mit Möglichkeiten, vielleicht mit Möglichkeiten,

Mittwoch, 23. April 2008


wenn er in die ihm angemessene Gesellschaft käme, könnte etwas aus ihm werden, aber er kommt nicht natürlich nicht in die ihm angemessene Gesellschaft, es gibt diese Gesellschaft nicht, auch nicht in London oder New York oder Lhasa oder Berlin, vielleicht in München, dachte sie, bei den Deutschen, die sind alle so verrückt, Burnin Red Ivanhoe spielt Avez-vous Kaskelainen,

Samstag, 12. April 2008

Mittwoch, 9. April 2008


sie wollen das fortan jeden Tag machen, es ist ganz unverständlich, dass man das nicht häufiger macht, I forget, where the heck did this come from, Du Bist Der Eine Weg, wir kommen durch ein pompöses graues klotziges Kongresszentrum, geraten in ein hässliches Einkaufszentrum, fahren auf Rolltreppen, auf denen gleichzeitig auch Patienten eines Spitals transportiert werden, es werden offenbar Verletzte eingeliefert, junge Menschen, blutig, bewusstlos, sie sind nur in weisse Tücher eingewickelt und werden von Helfern getragen oder auch nur gezogen, wobei die Köpfe der Verletzten hart auf dem Boden aufschlagen, Tante Olga, Drosselbart,

c’est bien, illuminiertes Gebetbuch, aus dem Schwarzwälder Benediktinerkloster St. Georgen, ursprünglich jedoch aus Bayern stammend, in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, where the heck are we, der künstlerische Genius will Freude machen, aber wenn er auf einer sehr hohen Stufe steht, so fehlen ihm leicht die Geniessenden, er bietet Speisen, aber man will sie nicht, das gibt ihm ein unter Umständen lächerlich-rührendes Pathos, denn im Grunde hat er kein Recht, die Menschen zum Vergnügen zu zwingen, seine Pfeife tönt, aber Niemand will tanzen, kann das tragisch sein,